Hundegeruch in der Wohnung loswerden – 11 geheime Tipps

Du hast geputzt und gelüftet und doch riecht es immer wieder nach Hund in deiner Wohnung? Kein Wunder, denn um Hundegeruch wirksam und nachhaltig zu beseitigen, ist etwas mehr und anderes nötig als zu wischen und frische Luft reinzulassen. Mit diesen praxiserprobten und bewährten Tipps werden deine vier Wände wieder frisch (und dein Hund gleich mit).

  1. 11 Tipps gegen Hundegeruch, die wirklich funktionieren
    1. Tipp 1: Futter unter die Lupe nehmen
    2. Tipp 2: Chlorophyll zugeben gegen Hundegeruch
    3. Tipp 3: Beim Tierarzt Geruch abklären lassen
    4. Tipp 4: Richtige Fellpflege gegen Hundegeruch
    5. Tipp 5: Hund richtig trocknen
    6. Tipp 6: Hundebett waschbar gestalten
    7. Tipp 7: Halsband, Geschirr und Leine
    8. Tipp 8: Hundespielzeug regelmäßig reinigen
    9. Tipp 9: Decken, Decken und noch mehr Decken richtig waschen
    10. Tipp 10: Polsterreiniger, dein Freund und Helfer
    11. Tipp 11: Ozongenerator als Geheimwaffe gegen mehr als Geruch
  2. Hundegeruch in der Wohnung loswerden – nicht so schwer wie gedacht

11 Tipps gegen Hundegeruch, die wirklich funktionieren

Kennst du diese Artikel gegen Hundegeruch, in denen den Lesern zum Putzen und Lüften geraten wird? Ich frage mich dabei regelmäßig, ob der Autor so wenig Ahnung hat oder ob er denkt, die Leser seien dumm. Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem.

In diesem Ratgeber gegen Hundegeruch gehe ich davon aus, dass du gelegentlich das Fenster öffnest und schon auf die Idee gekommen bist, zu wischen. Daher erwarten dich hier ausschließlich Tipps, die nur wenige kennen und die Hundegestank wirklich wirksam vertreiben.

Tipp 1: Futter unter die Lupe nehmen

Dass dein Hund stark riecht, kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist im Futter zu finden. Dabei kommt es nicht ausschließlich darauf an, wie hoch- oder minderwertig es ist. Stattdessen spielt es zum einen eine große Rolle, wie gut dein Hund das Futter verträgt.

Zum anderen ist die Art der Verarbeitung entscheidend. Ausschließlich mit Trockenfutter gefütterte Hunde stinken häufiger oder riechen zumindest stärker. Bei Dosenfutter, Kochen, Barf und frischen Zutaten im Futternapf nimmt der Hundegeruch hingegen ab. Generell gesünder für Magen, Darm und den ganzen Rest des Hundes ist die frische und abwechslungsreiche Fütterung deines Vierbeiners obendrein.

Tipp 2: Chlorophyll zugeben gegen Hundegeruch

Einer der Gründe dafür, dass die frische Fütterung mit einem ausgewogenen Gemüseanteil zu weniger Hundegeruch direkt am Hund (und damit in der Umgebung) führt, ist Chlorophyll. Der grüne, natürliche Farbstoff ist nicht nur elementar für die Fotosynthese. Er hat im menschlichen und hündischen Körper zusätzlich folgende Wirkungen:

  • antibakteriell
  • antioxidativ  
  • entzündungshemmend
  • fördert die Wundheilung
  • reinigt den Darm
  • stärkt das Immunsystem
  • unterstützt die Blutbildung

Für Hunde geeignete Chlorophyll-Quellen sind unter anderem:

  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Fenchel  
  • grüner Salat
  • Gurke
  • Spinat
  • Zucchini

Bonus-Tipp: Deine Hündin ist läufig? Damit sie für Rüden nicht ganz so interessant riecht, kannst du während dieser Zeit täglich Chlorophyll-Tabletten als Zusatz geben.

Tipp 3: Beim Tierarzt Geruch abklären lassen

Ein möglicher Grund für starken Hundegeruch ist der Gesundheitszustand deines Vierbeiners. Bestehen Krankheiten, Schmerzen oder Unverträglichkeiten, ändert sich der Körpergeruch des Hundes, wird unangenehm und intensiver.

Lass daher durch einen Check-up beim Tierarzt abklären, ob Probleme bestehen.

Tipp 4: Richtige Fellpflege gegen Hundegeruch

Regelmäßiges Bürsten, Baden und Föhnen entfernen Knoten im Fell, Verschmutzungen, lose Haare und überschüssigen Talg. Dazu hält es das Mikrobiom der Hundehaut gesund. Gegen den Hundegeruch in der Wohnung wirkt es daher auf vielfache Weise.

Wenn du Hilfe bei der richtigen Fellpflege für deinen Hund brauchst, wende dich an einen seriösen und kompetenten Groomer.

Tipp 5: Hund richtig trocknen

Manche Hunde sind selbst im Winter nach kurzem Abtrocknen oder Föhnen trocken. Andere können Stunden oder Tage brauchen, wenn du das Fell an der Luft trocknen lässt.

Selbst mit deinem Haartrockner wird es bei großen Hunden, langem, dichtem und schwerem Fell schwierig, deinen Vierbeiner nach einem Regenguss effizient trocken zu legen.

Investier in einen „Blower“. Der leistungsstarke Föhn macht dir das Leben leichter und deinen Hund deutlich schneller deutlich trockener.

Tipp 6: Hundebett waschbar gestalten

Ebenso wie meine Hunde bin ich ein großer Fan des Hundebetts „Flocke“. Allerdings denke ich mir bei jedem Blick auf den originalen Bezug „Wer auf diese bescheuerte Idee kam, kann keine Hunde haben!“

Denn:

  • der Bezug ist weiß! Jedes dunkle Fellhaar und jeder Staubkrümel lassen es sofort ungepflegt erscheinen.
  • der Bezug ist fadenscheinig. Sogar mein winziger 2-kg-Hund hat es beim Scharren seines Bettes geschafft, den Stoff in fetziges Konfetti zu verwandeln.
  • der Bezug lässt sich zumindest bei den größeren Versionen der Flocke nur umständlich ab und wieder aufziehen.
  • der Bezug ist nur bei 30 Grad waschbar.

Durch die plüschige Beschaffenheit nimmt er zudem ganz hervorragend Gerüche an.

Hast du ein ähnliches Problem mit deinem Hundebett? Dann lös es durch einen besseren Bezug!

Ich verwende für die Flocken meiner Hunde Microfaser-Decken, die ich umgenäht und mit einem Gummizug versehen habe. Sie lassen sich einfach ab- und wieder aufziehen, sind bei bis zu 95 Grad waschbar und deutlich widerstandsfähiger – dabei aber nicht weniger dekorativ als die originalen Bezüge. Hundegerüche lassen sich daher deutlich einfacher aus ihnen entfernen.  

Tipp 7: Halsband, Geschirr und Leine

Oft vergessen und doch eine potenzielle Quelle für Hundegeruch in der Wohnung:

  • Halsband
  • Hundegeschirr
  • Leine
  • Hundemäntel
  • Hundetaschen
  • deine Gassibekleidung

Reinige oder wasche alles, was in Kontakt zu deinem Hund kommt, regelmäßig und richtig. Ein Zusatz von Hygienespüler oder Enzymreiniger entfernt Hundegeruch auch bei Stücken, die du nicht bei hohen Temperaturen oder auch gar nicht waschen kannst.

Tipp 8: Hundespielzeug regelmäßig reinigen

Ob es sich um Plüschtiere, einen Ball oder einen Kong handelt – Spielzeug wird genauso oft vergessen wie Halsband und Leine und kann dadurch lange Zeit unbemerkt vor sich hin müffeln. Je nach Häufigkeit der Nutzung solltest du es einmal monatlich waschen oder abwaschen. Denk dabei wieder an Enzymreiniger oder Hygienespüler.

Tipp 9: Decken, Decken und noch mehr Decken richtig waschen

Schützende Decken auf dem Hundebett, dem Sofa und im Bett (sofern dein Hund darin schlafen darf) können so manchen Fleck auf dem Polster verhindern und fangen die Hundehaare zu einem Großteil ab. Im Kampf gegen den Hundegeruch leisten sie ebenfalls gute Dienste – wenn du sie passend auswählst und richtig reinigst.

Ideal sind beispielsweise Microfaserdecken, die sich bei hohen Temperaturen waschen lassen. Wasch sie einmal pro Woche oder bei seltenerer Nutzung einmal alle zwei Wochen und gönn ihnen eine Runde im Wäschetrockner. Dadurch bleiben die Liegeplätze sauber und duftig, während die Haare gleich mit entfernt werden.

Tipp 10: Polsterreiniger, dein Freund und Helfer

Teppiche und Polstermöbel können trotz schützender Decken und sauberem Hund mit der Zeit nach Hund (und vielem anderen) riechen. In Teppichen, Läufern und unter dem Bezugsstoff von Couch und Co. sammeln sich zudem Staub, Milben und reichlich andere Verschmutzungen an, die sich ihrerseits negativ auf die Geruchskulisse deiner Wohnung auswirken.

Ein Polsterreiniger – auch als Sprühextraktionsgerät oder Sprühsauger bekannt – ist daher eine überaus sinnvolle Investition. Nicht nur für Hundehalter.

Je nach Bedarf oder mindestens alle drei Monate eingesetzt, verbessert das Gerät das Raumklima merklich, beseitigt Hundegeruch und mehr und ist ein Boost für die Hygiene.

Tipp 11: Ozongenerator als Geheimwaffe gegen mehr als Geruch

Als ich meinen Ozongenerator anschaffte, befand ich mich mitten im Kampf gegen Flöhe. Die Hunde waren gebadet, mit Spot-On von außen und mit Tabletten von innen gegen die Parasiten imprägniert. Die Wohnung hatte ich von oben bis unten geputzt, gewaschen, dampfgereinigt.

Und dennoch fand ich immer wieder eines dieser Mistviecher. Also schaute ich mich nach Alternativen zur typischen Flohbekämpfung um und fand dabei: den Ozongenerator!

Wirkt zwar nicht gegen die adulten Flöhe, aber gegen die Eier, die nur allzu gerne in den Ritzen von Holzfußböden und an anderen schwer erreichbaren Stellen landen.

Der bombastische Nebeneffekt: Der Ozongenerator neutralisiert Gerüche. Und zwar in Wänden, in Textilien und in Polstern.

Dazu ist der Einsatz einfach und schnell. Alle Lebewesen aus dem Raum entfernen, Generator einschalten, selbst das Weite suchen und im Anschluss gründlich lüften. Fertig. Hundegeruch verschwindet damit (oder wird zumindest merklich reduziert), ebenso wie Rauchgerüche, Essensgeruch, Ammoniak und alle anderen unangenehmen Aromen, die du nicht in deinen vier Wänden willst.

Genau wie der Polsterreiniger ist der Ozongenerator für den Hundehaushalt also eine überaus sinnvolle Investition.

Hundegeruch in der Wohnung loswerden – nicht so schwer wie gedacht

Den Hund ausgewogen füttern, Krankheiten abklären lassen und ein paar Kniffe beim Hundebett und beim Grundputz anwenden – schon musst du dir um Hundegerüche in der Wohnung keine Sorgen mehr machen.

Wischen und Lüften darfst (und solltest) du natürlich trotzdem.

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