Wie finde ich den passenden Hund? Wie macht mein Hund, was ich will? Warum macht mein Hund nicht, was ich will? Diese Fragen werden häufig gestellt. Wie werde ich ein guter oder besserer Hundehalter – fragen sich hingegen die wenigsten. Dabei kannst du durch die Arbeit an dir selbst eine Menge zum Besseren wenden. PunkRockPudel zeigt dir, worauf es ankommt.
- Was macht einen guten Hundehalter aus?
- Was macht bessere Hundehalter aus?
- Wie werde ich ein besserer Hundehalter?
Was macht einen guten Hundehalter aus?
Ein guter Hundehalter bringt die absoluten Basics für die Hundehaltung mit. Er will, dass es seinem Hund gut geht und dass er abgesichert ist.
Kurz gesagt, erfüllt er also die Grundvoraussetzungen. Bereits diese sind deutlich höher als so mancher denkt.
Schauen wir sie uns einmal genauer an.
Gute Hundehalter haben Kapazitäten
Gute Hundehalter haben Kapazitäten
Geld, Zeit, Wille, Sicherheit und Wissen gehören zu den Kapazitäten. Gute Hundehalter haben ausreichend Rücklagen, um ihren Hund gut und gesund zu ernähren, Tierarztkosten, Versicherungen und Steuern zu tragen.
Sie können sicherstellen, dass ihr Hund im Notfall betreut wird oder einen Hundetrainer anheuern, wenn sie bei problematischem Verhalten nicht weiterkommen. Sie haben außerdem ausreichend Zeit für die Erziehung, die Auslastung und die Fellpflege.
Schon hier hapert es bei vielen Menschen, die sich einen Hund anschaffen wollen oder bereits einen haben. Für die täglichen, ausgedehnten Spaziergänge „fehlt die Zeit“ – oder aber die Lust. Gleiches gilt bei der Fellpflege, was gerne damit abgetan wird, dass der Hund das Bürsten hasst.
Damit sind wir beim Willen und beim Wissen angelangt. Gute Hundehalter wollen auch, dass es ihrem Hund gut geht. Dafür stellen sie eigene Bedürfnisse hin und wieder zurück, überwinden selbst bei schlechtem Wetter ihre Faulheit und bringen zumindest grundlegendes Wissen rund um den Hund mit.
Gute Hundehalter sind verantwortungsbewusst
Als guter Hundehalter lässt du deinen Vierbeiner nur dann ohne Leine laufen, wenn der Rückruf sitzt oder das Gebiet sicher und überschaubar ist. Du kennst alle 44 für Hunde giftigen Lebensmittel und hast deine Wohnung hundesicher gestaltet.
Du gehst lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Tierarzt und weißt, dass die Umgebung ebenso für deinen Hund gefährlich sein kann, wie dein Hund für deine Umgebung.
Gute Hundehalter bewahren die Beherrschung
„Das macht er doch mit Absicht!“, heißt es oft, wenn der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt und unfassbar viele Hundehalter schieben ihrem Vierbeiner damit die Schuld zu.
Gute Hundehalter wissen es besser. Sie wissen, dass ihr Hund in allen Dingen auf sie angewiesen ist und nichts absichtlich macht, um seinen Menschen zu ärgern. Sie lassen ihren Frust nicht an ihrem Tier aus und suchen stattdessen nach passenden Lösungen.
Gute Hundehalter sehen ihren Hund als Hund
„Es ist doch nur ein Hund!“ – dieser Satz kann viele verschiedene Bedeutungen haben. Er kann den Hund abwerten und aussagen, dass er als Lebewesen weniger wert ist. Er kann aber auch darauf hinweisen, dass ein Hund nicht über dieselben Möglichkeiten wie ein Mensch verfügt.
Ein Hund versteht tatsächlich nicht, dass Schuhe oder das Sofa zu fressen eine ausgesprochen dumme Idee ist. Er ist sich auch keiner Schuld bewusst, wenn du laut und wütend wirst.
Gute Hundehalter wissen das und handeln entsprechend. Sie behandeln ihre Fellnasen nicht als Kinder, Partnerersatz, Plüschtier, Sportgerät oder als Accessoire. Sie haben ihre Fellnasen nicht angeschafft, um bei anderen Eindruck zu schinden oder ihr Image aufzupolieren.
Stattdessen behandeln sie ihren Hund als Hund. Als ein denkendes und fühlendes Lebewesen einer anderen Spezies, das ein Individuum und ein Familienmitglied ist. Komplett mit eigenen Vorlieben, Bedürfnissen und Wünschen.
Was macht bessere Hundehalter aus?
Um zum besseren Hundehalter zu werden, musst du nicht mehr Hunde haben. Du brauchst auch keine vermeintlich anspruchsvolleren Rassen und deine Fellnasen müssen nicht zig Kommandos beherrschen.
Bessere Hundehalter investieren zum einen mehr Arbeit in die Hundehaltung. Zum anderen haben sie eine andere Einstellung. Möchtest du noch besser im Umgang mit deiner Fellnase werden? Dann lies unbedingt weiter und lern von den Unterschieden.
Bessere Hundehalter bilden sich weiter und denken selbst
Kommt die Frage auf, wie du zum besseren Hundehalter wirst, ertönt oft eine Antwort: moderne Erziehungsmethoden!
Gute und bessere Hundehalter befolgen moderne Erziehungsmethoden – das wird zumindest behauptet.
Aber denk bitte genau darüber nach. Irgendwann einmal war es modern, Hunde mit der Schnauze in ihren Urin zu drücken, damit sie stubenrein werden. Irgendwann galt es als modern, Würge- und Stachelhalsbänder bei der „Erziehung“ einzusetzen.
Diese Methoden sind nicht erst vollkommen unsinnig, bekloppt und Tierquälerei, seit sie als veraltet gelten. Sie waren schon immer der allerletzte Blödsinn.
Warum wendeten sie also so viele Hundehalter an? Weil sie modern waren. Weil sie im Trend lagen. Weil die wenigstens selbst darüber nachdachten. Weil man das eben so machte.
Nichts anderes passiert heute mit der aktuell modernen Hundeerziehung.
Wieder rennen Menschen Trends hinterher und sind der Meinung, damit das Beste zu machen. Wirklich bessere Hundehalter denken selbst nach und achten auf ihren Hund. Sie kennen Trends und neue Erkenntnisse und lernen dazu. Sie folgen jedoch nicht blind irgendeiner gehypten Methode.
Bessere Hundehalter achten auf ihren Hund
Ich kenne Unmengen an Menschen, die sich selbst als gute Hundehalter betrachten. Dennoch schaffen sie es nicht, Nervosität und übermäßige Aufregung von Freude zu unterscheiden.
Sie stehen neben einer Hundewiese und denken, die Hunde spielen schön – während in Wirklichkeit gerade ein Hund gemobbt und gejagt wird und Ängste aussteht.
Bessere Hundehalter beschäftigen sich mit der Körpersprache der Hunde. Sie lernen, ihren Hund zu lesen und gehen auf ihn ein. Nebenbei lernen sie dabei auch, andere Hunde zu lesen und können drohenden Gefahren zeitiger aus dem Weg gehen.
Bessere Hundehalter sehen ihren Hund als Individuum
„Mein Fido hat sowas nie gemacht! Warum macht das mein Bello jetzt? Warum kann der Hund meines Nachbarn schon X, Y und Z und meiner noch nicht einmal A?“
Vergleiche mit anderen Fellnasen sind nie gut oder hilfreich. Bessere Hundehalter sind sich darüber bewusst, dass jeder Hund ein Individuum ist. Aus diesem Grund gehen sie auch individuell auf jeden Hund ein.
Sie klammern sich nicht an Erziehungsmethoden fest, sondern wissen, dass alle in unterschiedlichem Tempo und auf unterschiedliche Weise lernen. Dadurch scheinen sie mehr Aufwand zu haben. Tatsächlich machen sie es sich und ihren Vierbeinern mit dieser Einstellung leichter.
Bessere Hundehalter sind sich der Gefahren bewusst
Du möchtest ein besserer Hundehalter werden? Dann solltest du neben den giftigen Lebensmitteln auch unterschätzte Gefahren für Hunde kennen.
Bilde dich in Hinblick auf die Gesundheit und die Risiken für deinen Hund fortlaufend weiter. Informier dich über rassetypische Krankheiten. Bleib auf dem Laufenden, was die Entwicklungen in der Tiermedizin betrifft.
Bessere Hundehalter wissen auch, dass nicht jeder Tierarzt alles wissen kann und nicht immer im besten Sinne für das Tier (be-)handelt. Sie holen daher Zweit- und Drittmeinungen ein und informieren sich umfassend, um selbst mitreden und notfalls Untersuchungen vorschlagen oder verlangen zu können.
Bessere Hundehalter hinterfragen zudem kritisch, was gut für ihren Hund ist. Eine Monofütterung mit Trockenfutter lehnen sie ebenso ab wie Gewalt in der Erziehung.
Bessere Hundehalter nehmen Rücksicht auf ihr Umfeld
Bessere Hundehalter gehen mit gutem Beispiel voran. Sie lesen den Kot ihres Hundes selbstverständlich und immer auf, lassen ihren Vierbeiner nicht ohne Absprache zu anderen, halten sich an Leinenpflicht und nehmen Rücksicht, wenn jemand Angst hat.
Sie weichen aus oder gehen Umwege, um gefährliche oder schlichtweg ärgerliche Situationen zu vermeiden. Sie schätzen ihren Hund und sein Potenzial zudem richtig ein und sind lieber zu vorsichtig als nicht vorsichtig genug.
Wie werde ich ein besserer Hundehalter?
Meister fallen nicht vom Himmel. Meister bleiben auch keine Meister, wenn sie aufhören, an sich zu arbeiten.
Du musst dafür allerdings nicht jedes Seminar besuchen, das irgendwo angeboten wird und Wunder verspricht. Du musst auch nicht jeden Ratgeber lesen oder täglich Stunden dafür einplanen, deinen Hund besser zu verstehen.
Grundlegendes Interesse und der Wille zur Verbesserung bringen dich ebenso voran, wie Rücksicht auf deinen Hund und auf dein Umfeld zu nehmen.

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