Dein Hund hat Flöhe und du hast ihn bereits behandelt? Die Umgebung flohfrei zu bekommen, ist deutlich aufwendiger. Es ist zugleich die einzige Möglichkeit, einen erneuten Befall in den eigenen vier Wänden zu verhindern. Bei PunkRockPudel erfährst du, wie du dabei sinnvoll vorgehen musst und zugleich Geld sparst.
- Flöhe bekämpfen in der Wohnung – so geht’s
- Flöhe in der Wohnung bekämpfen – Schritt für Schritt
- Extra-Tipp: Denk an die vergessenen Bereiche!
Flöhe bekämpfen in der Wohnung – so geht’s
Haben sich Flöhe einmal in deiner Wohnung ausgebreitet, wird der folgende Kampf gegen sie teilweise zum Nervenkrieg. Böden, Polstermöbel, alle Hundeartikel, Bett und Co. müssen gründlich und richtig gereinigt werden, um die Prozedur nicht mehrmals wiederholen zu müssen.
Flöhe in der Wohnung bekämpfen – Schritt für Schritt
Organisiertes Vorgehen ist bei einem Flohbefall der Wohnung unerlässlich. Anderenfalls betreibst du zwar viel Aufwand, fängst aber immer wieder von vorne an.
Mit den folgenden Mitteln, Maßnahmen und Alternativen erhältst du einen Fahrplan, der dich vor überflüssiger Arbeit bewahrt und dennoch Flöhe, ihre Eier und Larven fernhält.
Schritt 1: Hund von Flöhen befreien und schützen
Dein Haus von oben bis unten zu putzen, bringt dir gar nichts, solange dein Hund die Parasiten noch in der Umgebung verteilt. Der erste Schritt ist es daher, Flöhe zu erkennen.
Hast du Flohkot, Stiche oder Flöhe selbst gefunden, steht dir eine ganze Reihe an Hilfsmitteln und -maßnahmen zur Verfügung, um ihnen den Gar auszumachen. Die Flohbekämpfung am Hund muss individuell angepasst erfolgen und sollte auch die Vorbeugung eines erneuten Befalls von außen umfassen.
Schritt 2: Saugen und Einsammeln
Was du nicht gründlich absaugen kannst, sammelst du ein und verpackst es zunächst luftdicht. Dazu gehören beispielsweise:
- Hundebetten und -kissen
- Decken
- Spielzeuge und Plüschtiere
- Bürsten und Kämme
- Handtücher
- Mäntel
- Hundetaschen und Einlagen aus Boxen
Kurz gesagt, alles, womit den Hund in direkten Kontakt kommt, muss vom Accessoire bis zum Wohntextil erst einmal gereinigt werden.
Schritt 3: Waschen und Trocknen
Fliesen, Steine und sonstige glatte Oberflächen wischst du gründlich ab. Waschbare Textilien wäschst du bei mindestens 60 Grad. Ab dieser Temperatur haben Flöhe und Floheier keine Chance mehr.
Nicht alle Textilien vertragen 60 °C und mehr beim Waschen. Für diese Stücke hast du andere Möglichkeiten:
- Wirf sie in den Trockner! Wärme und Trockenheit bekommen Flöhen und ihren Nachkommen nicht. Sie trocknen dadurch aus und sterben ab.
- Frier sie ein! Flöhe und Floheier ertragen zwar kurzen, leichten Frost, sind aber nicht auf starke und anhaltende Minusgrade ausgelegt. Ein bis zwei Wochen im Gefrierschrank reichen in der Regel aus, um sie zu töten.
- Sprüh sie ein! Mit Flohspray einsprühen, eintüten und einwirken lassen, danach waschen – im Anschluss kannst du porentiefe Reinheit und Flohfreiheit genießen.
- Erstick sie! Ist nur der Schonwaschgang oder Handwäsche möglich? Für empfindliche Textilien empfiehlt sich der Einsatz von Kieselgur. Das feine Pulver erstickt die Parasiten und trocknet Eier aus. Im Anschluss und vor dem Waschen musst du das Puder allerdings durch Ausschütteln und Absaugen gründlich entfernen, bevor du die Stücke wäschst. Denk dabei an einen Atemschutz, denn Kieselgur ist auch für dich und Lebewesen in deiner Umgebung nicht ungefährlich. Mehr dazu erfährst du weiter unten.
Schritt 4: Polster reinigen
Teppiche, Läufer, Couch, große Kissen, Matratzen und Co. lassen sich nicht mal eben in die Waschmaschine stecken. Einfrieren fällt auch flach. Trockenes Absaugen allein reicht wiederum nicht aus, wenn dein Hund direkten Kontakt hatte und dadurch Floheier auf den Stücken hinterlassen haben kann.
Sprühextraktionsgeräte beziehungsweise Polsterreiniger befreien die Teppiche und Textilien deutlich gründlicher von Floheiern, Verschmutzungen und Gerüchen.
Du kannst die nötigen Geräte für kleines Geld in Baumärkten oder Drogerien wie Rossmann ausleihen.
Mein Tipp: Als langjähriger Hundehalter muss ich dir sagen – immer wieder Geräte auszuleihen ist deutlich umständlicher und teurer, als selbst einen passenden Polsterreiniger anzuschaffen. Zudem leistet er dir nicht nur gute Dienste im Falle von Flöhen, sondern auch bei unweigerlichen Verschmutzungen und Flecken.
Schritt 5: Fogger einsetzen
Eines schönen Jahres hatte ich eine volle Pflegestelle und dann kam er: der Flohbefall aus der Hölle. Trotz aller Versuche waren alle nur einige Tage flohfrei, bevor das große Kratzen von vorne begann.
Absammeln, Putzen, Baden und wieder zurück auf Anfang ist schon bei einem Tier anstrengend genug. Bei mehreren möchte man offen gesprochen alles abfackeln und mit den kahlgeschorenen Tieren woanders nochmal neu anfangen.
Eine Alternative dazu ist der Fogger. Diese Vernebler hüllen kurz gesagt alles in eine Giftgaswolke. Der toxische Nebel wirkt gegen adulte Flöhe ebenso wie gegen die Eier und eine ganze Reihe anderer Lebewesen.
Vorteile:
- der Einsatz ist einfach
- die Wirkung tritt innerhalb kurzer Zeit ein
- Räume lassen sich einzeln behandeln
Nachteile:
- Lebensmittel, Pflanzen und andere Haustiere (beispielsweise Fische im Aquarium) müssen entfernt werden
- im Anschluss ist ausgiebiges Lüften nötig
- du kommst nicht um das Putzen nach dem Fogger herum
Abgesehen davon, solltest du Haus oder Wohnung verlassen, musst die Anwendung in jedem Raum einzeln wiederholen und hast sowohl die damit verbundenen Ausgaben als auch den damit verbundenen Aufwand.
Schritt 6: Ozongenerator verwenden
Eines anderen schönen Jahres hatte ich eine volle Pflegestelle und einen Flohbefall. Und weit und breit war kein Fogger erhältlich. Auch die Capstar®-Tabletten, auf die ich schwöre, waren auf absehbare Zeit nicht mehr zu bestellen. Ebenso wenig wie Flohspray.
Auf der Suche nach einer Alternative stieß ich auf Ozon-Generatoren. Die Geräte lassen sich überall einsetzen, sind abhängig von der Größe bereits günstig zu haben oder auszuleihen und bringen fast alle Vorteile der Fogger mit sich.
Gegen die Eier wirken sie bisher nicht nachweislich. Dafür beseitigen sie unangenehme Gerüche.
Sie haben auch fast alle Nachteile der Fogger, mit drei bedeutenden Unterschieden:
- die Kosten sind geringer
- die Erhältlichkeit beschränkt sich auf einen einzigen Kauf
- die Einwirkungszeit ist deutlich kürzer
Im direkten Vergleich ist die Ersparnis immens. Kannst du dich entscheiden, ob du einen Fogger für jeden Raum kaufst oder lieber einmal in einen Ozongenerator investierst, rate ich dir zum Generator.
Er lässt sich immer wieder einsetzen, seine Laufzeit ist anpassbar auf die Raumgröße, er fabriziert keinen Müll und weniger Kosten.
Schritt 7: Kieselgur gegen Flöhe
Kieselgur ist ein sehr feines Pulver, das aus den Überresten von Kieselalgen besteht. Es kann die Schutzschicht von Flöhen durchbrechen, wirkt austrocknend und erstickend.
Mit Sicherheit bist du auch bereits über den Tipp gestolpert, Kieselgur gegen Flöhe einzusetzen. Nur, um beim nächsten Tipp davor gewarnt zu werden. Was stimmt also nun?
Kieselgur ist zwar nicht giftig für Mensch und Hund, aber potenziell gefährlich.
Vereinfacht gesagt, handelt es sich um Scherben und Splitter. Diese rufen in den Atemwegen Mikro-Verletzungen hervor. Dadurch sind eine ganze Reihe von Komplikationen bis hin zu Krebs möglich.
Möchtest du Kieselgur einsetzen, musst du entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Worum es sich bei diesen handelt, erfährst du in: Kieselgur gegen Flöhe – darauf musst du achten.
Extra-Tipp: Denk an die vergessenen Bereiche!
Es war einmal eine Hundehalterin, die nach unzähligen Putzorgien in der Wohnung nahe am Verzweifeln war. Trotz Saugen, Waschen und Baden hatte ihr Hund wieder und wieder Flöhe. Dabei hatte sie wirklich alles gemacht. Jeder Raum war von oben bis unten geputzt.
Jedes Team auf dem Hundeplatz war gewarnt und ebenfalls auf Flöhe untersucht und dagegen geschützt. Ihre Hunderunden hatte sie längst geändert. Wo kamen die Flöhe also immer wieder her???
Es brauchte genau eine Frage, um das Rätsel zu lösen: Hast du an dein Auto gedacht?
Viele sind so auf den Hund und typische Liegeplätze (und vielleicht auch noch den eigenen Garten) konzentriert, dass andere Bereiche vollkommen vergessen werden. Dazu gehören beispielsweise die Box im Auto, Leine, Halsband und Geschirr, aber auch die alltäglichen Gassistrecken.
Hat dein Hund trotz aller Bemühungen immer wieder Flöhe? Stell eine Liste mit allen Berührungspunkten auf. Vom Aufstehen morgens bis zum ins Bett gehen am Abend gibt es reichlich Punkte, die übersehen werden können.
Vielleicht hast du vergessen, den Besen zu reinigen oder den Staubsaugerbeutel zu wechseln. Vielleicht liegt es aber auch am bisher ungewaschenen Kissen auf dem Balkon oder deinen Schuhen.
Schreib detailliert auf, womit dein Hund in Kontakt kommt. Lücken bei der Reinigung fallen dadurch unweigerlich auf und lassen sich einfach beheben.

Hinterlasse einen Kommentar