Sie tragen Dreck ins Haus, sind die besten Buddelinstrumente und duften unerklärlicherweise nach Popcorn oder Brötchen – Hundepfoten sind vielseitig und halten einige Überraschungen parat. Möchtest du dein Hundewissen erweitern? Mit den folgenden 7 Fakten über die Besonderheiten der Hundepfoten, weißt du mehr als viele andere Hundehalter.
- Die 7 Besonderheiten von Hundepfoten, die kaum jemand kennt
- Angepasste Pfotenpflege ist zu jeder Jahreszeit wichtig
Die 7 Besonderheiten von Hundepfoten, die kaum jemand kennt
Hast du dich schon einmal gefragt, warum Hundepfoten duften oder warum dein Hund feuchte Pfotenabdrücke auf den Fliesen hinterlässt? Die folgenden 7 bemerkenswerten Fakten über Hundepfoten verraten dir, was es mit den Krallen und Ballen deines Wohnungswolfes auf sich hat.
Hunde haben Schweißpfoten
Mittlerweile ist es im Allgemeinwissen angelangt, dass Hunde nicht schwitzen können und ihre Körpertemperatur zu einem Großteil über das Hecheln regulieren.
Tatsächlich verfügen unsere geliebten Vierbeiner aber zumindest über ein paar Schweißdrüsen. Diese befinden sich in den Zwischenräumen der Ballen. Daher kann dein Hund hin und wieder Schweißpfoten haben und leicht feuchte Abdrücke auf dem Boden hinterlassen. Zum Abkühlen reicht der Schweiß allerdings nicht.
Hunde können mit den Pfoten markieren
Hast du dich schon einmal gefragt, warum dein Hund nach dem Verrichten seines Geschäfts mit den Hinterpfoten scharrt oder warum er vor dem Hinlegen Kreise dreht?
Einer der Gründe dafür ist das Markieren mit den Pfoten. Duftdrüsen in den Ballenzwischenräumen hinterlassen für andere Hunde wichtige Informationen. Darunter:
- Geschlecht
- Gesundheitszustand
- Hormonstatus
- sozialer Status
- territoriale Ansprüche
- Lieblingsfarbe (Ja, okay, das ist gelogen.)
Die Duftmarke durch die Pfoten gibt anderen Tieren jedoch überraschend viele Orientierungspunkte und Informationen über deinen Hund.
Alle Hunde haben Daumenkrallen
Der fünfte Zeh und damit die fünfte Kralle an jeder Vorderpfote wird korrekt als Daumenkralle bezeichnet. Im Volksmund heißt sie bei vielen allerdings auch Wolfskralle.
Von Mutationen und Geburtsfehlern oder Verletzungen abgesehen, hat jeder Hund zwei Daumenkrallen.
Nicht alle Hunde haben Wolfskrallen
Die jeweils fünfte Kralle an jedem Hinterbein wird korrekt als Wolfskralle bezeichnet. Ebenfalls fachlich richtig ist der Name Afterkralle. Wolfskrallen sind bei Weitem nicht bei jedem Hund vorhanden. Bei einigen Rassen – meist größere Vertreter der Spezies Hund – treten sie allerdings häufiger auf. Zu diesen Rassen gehören:
- Afghane
- Beauceron
- Belgischer Schäferhund / Malinois
- Berner Sennenhund
- Bracco Italiano
- Briard
- Deutsche Dogge
- Gos d’Atura Català
- Kangal
Ebenso wie die Daumenkrallen an den Vorderbeinen erfüllen sie keinen Zweck und die Krallen nutzen sich nicht von alleine ab.
Gesunde Hundepfoten duften
Popcorn, Brötchen oder leicht fruchtig? Gesunde, saubere Hundepfoten duften. Im Gegensatz zu den Käsefüßen mancher Menschen verströmen sie einen wirklich angenehmen, meist dezenten Geruch.
Der Grund dafür ist in der Besiedlung der Ballenzwischenräume mit Bakterien und Hefen zu finden. Solange sie sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, ist das Ergebnis wohltuend für menschliche Nasen.
Hundepfoten sind empfindlich
Ebenso wie unsere Hände und Füße sind die Pfoten deines Hundes von unzähligen Nerven durchsetzt und gut durchblutet. Unsere Fellnasen können damit feinste Unterschiede des Untergrundes erkennen. Es macht sie allerdings auch empfindlich.
Bei Verletzungen bluten die Ballen und Krallen stark, Schmerzen werden sehr intensiv empfunden und Druck – beispielsweise durch zusammengeballten Schnee, Splitt oder Kletten – ist in kürzester Zeit ebenfalls mehr als unangenehm.
Umso wichtiger sind Pfotenschutz und Pfotenpflege im Sommer und im Winter.
Das Leben in den Krallen wächst nach vorne und zieht sich zurück
Hundekrallen wachsen lebenslang. Sie wetzen sich längst nicht bei jedem Hund während des Laufens von allein ab und sollten daher regelmäßig kontrolliert werden.
In jeder Kralle ist ein Blutgefäß enthalten, das als „Leben“ bezeichnet wird. Je länger die Krallen gewachsen sind und je länger sie nicht geschnitten worden, desto weiter reicht das Leben in der Kralle nach vorne. Daher ist es entscheidend, dass du Krallen nicht radial kürzt. Denn dabei schneidest du in das Blutgefäß. Das bedeutet für deinen Hund erhebliche Schmerzen, meist eine starke Blutung und eine länger anhaltende, gesteigerte Empfindlichkeit.
Schneidest du hingegen alle paar Tage einen bis drei Millimeter von der Krallenspitze ab, zieht sich das Leben immer weiter zurück. Mit Geduld und gestaffeltem Schneiden gelangst du also zur richtigen Krallenlänge.
Angepasste Pfotenpflege ist zu jeder Jahreszeit wichtig
Die Pfotenpflege wird bei Hunden oftmals ebenso vernachlässigt wie das Zähneputzen. Das kann verheerende Folgen nach sich ziehen. Wie du Hundepfoten mit wenig Aufwand, pflegeleicht, gesund und sauber hältst, erfährst du natürlich im PunkRockPudel-Magazin.

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