Hundehaltung kann sehr schnell sehr teuer werden. Anschaffung, Futter und Tierarztrechnungen sind oft ungeahnt kostspielig. Möchtest du erfahren, wo sich das Sparen wirklich lohnt? Willst du wissen, in welchen Bereichen du lieber einmal richtig investieren solltest, um langfristig weniger auszugeben? Die folgenden 15 Tipps zum Sparen bei der Hundehaltung helfen dir weiter.
- Wie können Hundehalter sparen?
- Tipp #1: Rücklagen für den Hund aufbauen
- Tipp #2: Informier dich über die Rasse
- Tipp #3: Kauf eine sinnvolle Ausstattung
- Tipp #4: Decken, Betten, Spielzeug – günstiger für Babys
- Tipp #5: Regelmäßige Untersuchungen
- Tipp #6: Gesunde Ernährung ist günstiger
- Tipp #7: Auslasten – nicht überlasten oder unterfordern
- Tipp #8: Betreuung sicherstellen und den Hund daran gewöhnen
- 15 Tipps zum Geldsparen in der Hundehaltung – Teil 2
Wie können Hundehalter sparen?
Sofern dein Hund nicht aus einem Ups-Wurf oder dem Tierschutz stammt, ist bereits die Anschaffung alles andere als günstig. Dennoch ist sie in jedem Fall die kleinste Ausgabe im gesamten Hundeleben. Bereits die laufenden Kosten werden von vielen unterschätzt.
- Ausstattung
- Betreuung
- Futter
- Steuern
- Tierarzt
- Versicherung
Kommen hierzu noch Krankheiten oder Verletzungen, wird es oftmals kritisch für das Budget.
Möchtest du deswegen keine Ängste ausstehen, orientier dich an den 15 Tipps zum Sparen bei der Hundehaltung und nutze sie, um ein Polster aufzubauen.
In den Tipps findest du zusätzlich Hinweise zu den typischen Fehlern bei Ausgaben rund um den Hund.
Tipp #1: Rücklagen für den Hund aufbauen
Egal, woher dein Hund kommt, egal, wie alt er ist: Vor Krankheiten und Verletzungen ist kein Vierbeiner gefeit. Im Notfall Geld zu leihen, einen Kredit aufnehmen zu müssen oder keine (greifende) Versicherung zu haben, kostet dich schnell deutlich mehr als nötig.
Hast du hingegen Ersparnisse und Versicherungen, ist das nicht nur gut für dein Budget. Die Sicherheit ist auch wichtig für dein Nervenheil.
Tipp #2: Informier dich über die Rasse
Bei einigen Rassen musst du mit mehr gesundheitlichen Problemen rechnen als bei anderen. Dackel und French Bulldog gehören wie einige andere Rassen beispielsweise zu den sogenannten Qualzuchtrassen. Bei ihnen typisch sind Erkrankungen der Augen und der Atemwege. Oftmals führt kein Weg an einer Operation vorbei.
Hunde mit langem Rücken und kurzen Beinen wie der Shih Tzu und Dackel neigen ebenso wie French Bulldogs zu Bandscheibenvorfällen. Bei den Berner Sennen treten Krebserkrankungen überdurchschnittlich oft auf.
Bei Deutschen Schäferhunden sind neben schmerzhaften Problemen am Bewegungsapparat auch immer häufiger Verdauungsschwierigkeiten, Unverträglichkeiten und Allergien zu finden.
Extrem kleine oder riesige Hunde, Nackthunde, Faltenhunde und Vierbeiner mit anderen angezüchteten Extremen leiden oftmals an einer ganzen Reihe von Beschwerden. Diese sind belastend für dich und deinen Hund und darüber hinaus kostspielig.
Informier dich daher vor der Anschaffung wirklich umfassend über die Krankheiten, die bei dieser Rasse oder den beteiligten Rassen eines Mischlings übermäßig oft auftreten. Denn Mischlinge sind nicht automatisch gesünder als Rassehunde. Verlass dich dabei NICHT allein auf die Rassebeschreibungen.
Tipp #3: Kauf eine sinnvolle Ausstattung
Wenn ein Hund einzieht, ist die Verlockung, umfassend zu shoppen, groß. Halsband, Geschirr, Leinen, Spielzeuge, Näpfe, Betten, Handtücher, Bademäntel, noch mehr Spielzeuge, Leuchties für Spaziergänge im Dunkeln, ein komplettes Sortiment an Leckerlies, Boxen, Gitter…
Es wird also oftmals viel, aber nicht sinnvoll gekauft. Dabei kannst du teilweise Unsummen ausgeben, ohne langfristig eine wirklich gute Ausstattung zu haben.
Die folgenden Richtlinien helfen dir dabei, dein Geld durchdachter zu investieren.
- Wie lange muss und wird es halten?
Die Ausstattung für Welpen hält in den wenigsten Fällen wirklich lange. Zum einen wachsen sie schnell aus Halsband oder Geschirr heraus. Zum anderen zerkauen sie Betten, Plüschtiere und Spielzeuge häufig in kurzer Zeit. Daher darf es anfangs weniger und billiger sein.
- 2. Brauchen wir das wirklich?
Muss es wirklich die dritte Leine zum Wechseln und das fünfte Stofftier sein? Brauchst du wirklich einen Ballwerfer? Tut es zum Abtrocknen nicht auch ein altes Handtuch von dir? Ist ein Hundebett in jedem Raum nötig, obwohl der Hund vielleicht ohnehin lieber auf dem glatten Boden oder direkt neben dir liegt?
Stell dir bei jeder Anschaffung die Frage, ob sie wirklich sinnvoll und nötig ist. Die Ausstattung nach dem individuellen Bedarf auszuweiten und anzupassen ist in jedem Fall auch nachträglich und fortlaufend möglich.
- 3. Falle ich gerade auf einen Trend herein?
Orthopädische Hundebetten, Boxen in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Auto, Gitter an allen Türen, dekorative Hundemäntel, Spezialspielzeuge – es gibt eine lange Liste von angeblich wichtigen Dingen für den Hund, die immer wieder im Trend liegen.
Auch hierbei hilft wieder die Frage: Brauchen wir das wirklich? Sei kritisch!
Du musst nicht jeden Trend mitmachen. Die spezielle Gassitasche kannst du dir sparen, wenn Schlüssel, Kotbeutel und Leckerlis bequem in Hosen- und Jackentaschen passen. Du benötigst keine komplette Leuchtgarnitur, wenn du mit deinem Hund zu 99 Prozent im Hellen und auf beleuchteten Strecken unterwegs bist.
Hinterfrag den Sinn des Trends. Warum ist etwas plötzlich so wichtig, wenn es vorher auch ohne ging? Dadurch kannst du reichlich Geld sparen.
- 4. Qualität über Quantität
Ich habe Leinen und Halsbänder, die mehr als 30 Jahre alt sind und noch von den Hunden aus meiner Kindheit stammen. Natürlich sehen sie nicht mehr wie nagelneu aus. Aber sie halten.
Hochwertige und haltbare Stücke werden dir länger erhalten bleiben und sind dadurch günstiger als Billigware. Daher kaufe ich auch jetzt lieber beständige und robuste Artikel, die pflegeleicht und einfach zu reinigen sind, etwas aushalten und selbst Hundezähnen standhalten. Und spare damit erheblich.
Tipp #4: Decken, Betten, Spielzeug – günstiger für Babys
Babynestchen sind günstiger als Hundebetten. Soll sich dein Hund nicht lecken oder braucht einen Schutz nach einer OP, sind Baby-Bodys günstiger als OP-Bodys für Hunde. Dein Hund kann nicht (mehr) gut und lange laufen? Gebrauchte Kinderwagen kosten weniger als Hundebuggys.
Dein Vierbeiner kann nach einer Zahn-OP gerade nur sehr weiche Nahrung zu sich nehmen oder braucht Schonkost? Püriertes Fleisch und Gemüse in Form von Babybrei ist oftmals billiger als die gleiche Menge Spezialfutter für Hunde.
Vergleich die Preise gerade, aber nicht nur bei den Artikeln für kleine Hunde oder Welpen und Babys oder Kinder. Puppy Pads für das Stubenreinheitstraining oder bei inkontinenten Hunden können beispielsweise schnell ins Geld gehen. Saugfähige Wickelpads für Kinder kosten lediglich einen Bruchteil davon.
Tipp #5: Regelmäßige Untersuchungen
Untersuch deinen Hund täglich auf Veränderungen, Verletzungen und auffällige Bereiche. Dadurch gewöhnt er sich daran, abgetastet zu werden und ist meist auch beim Tierarzt ruhiger und umgänglicher. Zusätzlich fallen dir Probleme frühzeitig auf.
Je schneller sie behandelt werden und je ruhiger dein Hund dabei ist, umso besser. Denn
- Kleine Beschwerden brauchen in der Regel eine geringere Versorgung. Hat sich der Zustand bereits verschlimmert oder ausgebreitet, sind aufwendigere Therapien erforderlich. Vom unnötigen Leiden deines Hundes ganz zu schweigen.
- Ängstliche, aggressive, extrem nervöse Hunde nehmen bei Untersuchungen und Behandlungen mehr Zeit und Aufwand in Anspruch. Das kann teuer werden, wenn dein Tierarzt diesen Aufwand automatisch in Rechnung stellt.
Tipp #6: Gesunde Ernährung ist günstiger
Auslastung, tierärztliche Versorgung und Ernährung sind die Grundpfeiler eines gesunden Hundelebens. Am Futter zu sparen, einseitig oder das Falsche zu füttern, kann daher eine ganze Bandbreite von Problemen erzeugen.
Ernährst du deinen Hund hingegen ausgewogen, abwechslungsreich und ohne auf ein einziges Futter festgelegt zu sein, ergeben sich mehrere Möglichkeiten zum Sparen:
- Abwechslung wirkt Beschwerden entgegen: Kennt der Verdauungstrakt deines Hundes verschiedene Futtermittel, ist er robuster. Durchfall, Blähungen, Erbrechen und Co. treten dadurch seltener auf, was wiederum die Tierarztrechnungen und Ausgaben für teures Spezialfutter senkt.
- Du kannst Aktionen nutzen: Ein Hund, der vieles verträgt und vieles frisst, ist nicht auf eine Sorte festgelegt. Daher kannst du Werbung und Aktionen nutzen und dabei günstig deine Futtervorräte aufstocken.
- Du kannst durch Kochen Geld sparen: Fütterst du Trockenfutter, Dosenfutter, Barf und gekochtes Futter, bekommt dein Hund reichlich Abwechslung und du kannst entscheiden, was gerade günstiger ist. Hast du ein Schnäppchen bei Fleisch, Fisch oder Gemüse geschlagen, kann dein Vierbeiner auch gelegentlich eine Portion von deinem Essen abbekommen. Das spart Geld, Zeit und Aufwand.
Bekommt dein Hund aufgrund einer Erkrankung teures Spezialfutter, trifft dieser Punkt nur bedingt zu. Es kann sich dann jedoch lohnen, in eine abgestimmte Futterberatung zu investieren. Bei einer solchen lernst du, wie du anstatt des oftmals sehr kostspieligen medizinischen Futters geeignete Rezepte selbst zubereiten und beispielsweise einfrieren oder einkochen kannst.
Das klingt teuer und aufwendig, schont das Budget jedoch ungemein.
Tipp #7: Auslasten – nicht überlasten oder unterfordern
Zu einem gesunden und glücklichen Hundeleben gehört in jedem Fall ausreichend Bewegung. Sie ist wichtig für das Hirn, den Herzkreislauf und den Bewegungsapparat. Wichtig ist dabei, das richtige Maß für deinen Hund zu finden.
Sowohl Überforderung als auch fehlende Auslastung führen zu einem erhöhten Krankheits- und Verletzungsrisiko. Das führt wiederum häufiger zum Tierarzt. Achte darauf, dass dein Hund gut bemuskelt ist und vermeide Extreme.
Tipp #8: Betreuung sicherstellen und den Hund daran gewöhnen
Du willst ohne Hund in den Urlaub, musst ohne Hund auf Geschäftsreise oder bist selbst durch Krankheit oder Verletzung verhindert – in all diesen Fällen und mehr musst du eine Betreuung für deinen Hund sicherstellen.
Selbst wenn dein Vierbeiner (noch) nicht alleine bleiben kann und du nicht dauerhaft im Homeoffice arbeitest oder einen längeren Termin wahrnehmen musst, ist eine Fremdbetreuung nötig.
Die Ausgaben für Hundekindergarten, Hundepension und Gassigänger solltest du nicht unterschätzen. Genau aus diesem Grund findest du bei diesem Punkt ein enormes Sparpotenzial.
Deutlich günstigere Möglichkeiten sind:
- Freunde
- Familie
- andere Hundehalter
Führst du selbst die Betreuung anderer Hunde im Wechsel durch oder hilfst im Austausch für das Gassigehen mit deinem Hund im Garten, schonen diese Freundschaftsdienste sehr viel Geld. Ein großes soziales Netz aufzubauen, bringt also erhebliche Vorteile mit sich.
Dieses bringt jedoch wenig, wenn dein Hund Fremdbetreuung nicht kennt. Denn dann wird er zu einer Belastung, die sich selbst der beste Freund nicht so oft oder auch gar nicht mehr antun will.
Gewöhn deinen Vierbeiner daher so schnell wie möglich daran, gelegentlich ein paar Stunden oder auch über Nacht bei anderen Menschen zu sein. Übe es zudem kontinuierlich weiter. Liegen zu lange Pausen zwischen der Fremdbetreuung, ist sie für deinen Hund nicht mehr normal und kann wieder Stress bedeuten.
15 Tipps zum Geldsparen in der Hundehaltung – Teil 2
Im zweiten Teil der 15 Tipps zum Geldsparen in der Hundehaltung findest du nicht nur weitere Hinweise darauf, wie du weniger Geld ausgibst und es sinnvoller investierst. Du erhältst zusätzlich ein paar Extra-Tipps, um dein Budget als Hundehalter zu schonen.

Hinterlasse einen Kommentar