Du möchtest gerne einen Hund, aber kannst dich nicht der vollen Verantwortung allein stellen? Fehlen Zeit oder Geld für den Vierbeiner? Auch wenn bei dir (noch) nicht alles passt, musst du nicht komplett auf einen Hund verzichten. Denn es finden sich einige Alternativen zum eigenen Hund, mit denen du sogar noch Gutes tun kannst.
- Es muss nicht gleich der eigene Hund sein
- Welche Alternativen gibt es zum eigenen Hund?
- Lass dich nicht entmutigen und finde deinen Weg
Es muss nicht gleich der eigene Hund sein
Viele haben den Wunsch nach einem Hund, eventuell aber nicht ausreichend Zeit oder Geld, um einem Vierbeiner gerecht zu werden. Wenn es dir ähnlich geht, bist du hier genau richtig. Denn es gibt einige Alternativen dazu, selbst einen Hund zu adoptieren.
Mit ihnen kannst du dir den Wunsch zumindest zu einem Teil erfüllen und sammelst zusätzlich Erfahrungen mit Hunden.
Alle Varianten gehen mit Vor- und Nachteilen einher, die wir uns gleich genauer anschauen.
Welche Alternativen gibt es zum eigenen Hund?
Ob du beruflich zu stark eingespannt bist, um dich täglich um einen Hund zu kümmern, deine Wohnsituation nicht passt, du noch auf deinen ersten Hund sparst oder du dir einen eigenen Vierbeiner aktuell nicht zutraust – es gibt verschiedene Wege, um dennoch Zeit mit Tieren zu verbringen. Dazu gehören:
- Dogsharing
- ehrenamtliche Hilfe
- Gassigeher
- Helfer bei Hundeschulen oder auf Hundeplätzen
- Pflegehunde
- Zuchthunde in Rente
Dogsharing
Beim Dogsharing teilen sich im Normalfall zwei bis drei Familien oder Personen einen Hund. Der Wechsel kann beispielsweise wöchentlich erfolgen, oder Wochen und Wochenenden sind aufgeteilt. Auch in allen anderen Belangen ist die Gestaltung des Dogsharings frei und hängt von den genauen Absprachen ab.
Es ist ebenso möglich, dass eine Person der Haupthalter ist, alle Kosten übernimmt und du nur Gassi gehst oder gelegentlich aufpasst, wie ein faires Aufteilen aller Rechte, Pflichten und Kosten zwischen allen Parteien.
Von Nachteil kann allerdings sein, dass du einige Zeit nach der passenden Dogsharing-Situation suchen musst.
Ehrenamtliche Hilfe
Tierheime, Tierschutzvereine und Pflegestellen haben oftmals alle Hände voll zu tun. Spielen, füttern, Fellpflege, einfache Kommandos beibringen oder Gesellschaft leisten und dadurch an Menschen gewöhnen stehen ebenso auf dem Programm wie Gassirunden, Transport und Tierarztbesuche.
Als ehrenamtlicher Helfer lernst du hierbei viele Seiten des Tierschutzes und viele Tiere kennen. Du sammelst Erfahrungen und tust etwas Gutes. Was du für gewöhnlich auch lernst, ist das Einstellen auf unterschiedliche Charaktere. Vom ängstlichen Hund bis zum Draufgänger, Jung und Alt, kann alles vertreten sein.
Gassigeher
Tierheime, Pflegestellen, aber auch Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen oder Nachbarn sind gelegentlich auf der Suche nach jemandem, der regelmäßig oder hier und da eine Hunderunde übernimmt.
Einige Tierheime bieten unter anderem Seminare dafür an, worauf du achten und was du wissen musst. Im privaten Bereich ist es sinnvoll, zuerst einige Proberunden zusammenzugehen.
Der Vorteil daran ist, dass du für diese Alternative nicht viel Zeit benötigst. Du trägst ausschließlich Verantwortung für die Sicherheit des Hundes und der Umwelt, kannst aber dennoch einige Erfahrungen mit Hunden sammeln.
Hinzukommt, dass aus regelmäßigen und verlässlichen Gassigängern auch mal die Betreuung für das Wochenende oder den Urlaub werden kann. In Tierheimen kannst du dadurch unter anderem auch schneller und einfacher als Pflegestelle infragekommen.
Helfer bei Hundeschulen und auf Hundeplätzen
Diese Beschäftigungen klingen zunächst nicht so, als würden sie dir viel Zeit mit direktem Hundekontakt einbringen. ABER: Anfragen lohnt sich.
Denn zum einen haben einige Halter mehrere Hunde, mit denen sie nicht gleichzeitig arbeiten können oder die eine Betreuung für die Zeit des Trainings benötigen. Zum anderen wirst du in der Szene von Ausbildung, Beschäftigung und Hundesport aktiv und lernst dabei eine ganze Menge Hundehalter kennen.
Betreuung, Gassigehen und sogar Dogsharing können sich daraus leichter ergeben.
Pflegestelle für Hunde
Tierschutzvereine und Tierheime können überlastet sein, keinen Platz mehr haben oder Hunde aufnehmen, die im Tierheim erheblich leiden.
Als Pflegestelle wirst du zu einem Zuhause und Hundehalter auf Zeit. Du kannst auch ausschließlich Hunde aufnehmen, die einige Tage später von ihrem neuen Halter abgeholt werden oder die während einer medizinischen Behandlung mehr Wärme, Ruhe und Aufmerksamkeit benötigen, als ihnen im Tierheim gegeben werden kann.
Wichtig ist hierbei, dass du im Vorfeld genau absprichst, welche Kosten von wem übernommen werden, was du dir zutraust und was du verantworten kannst. Zudem solltest du einen Zeitrahmen vorgeben, falls das relevant ist.
Zuchthunde (in Rente)
Wenn Zuchthunde in Rente gehen oder ein Züchter so viele Hunde hat, dass er sich in stressigen Phasen nicht mehr um alle perfekt kümmern kann, gibt es zwei Möglichkeiten:
- Der Züchter sucht sich Helfer.
- Der Züchter gibt Hunde in andere Zuhause, kommt aber (zumindest anteilig) weiter für sie auf.
Längere Runden spazieren gehen, einen Hund zeitweilig oder sogar komplett übernehmen, sind bei dieser Konstellation möglich. Wird ein Rüde beispielsweise zum Decken benötigt, könnte er den überwiegenden Teil der Zeit bei dir wohnen. Für Ausstellungen, Prüfungen, Training und das Decken wird er hingegen abgeholt.
Der Nachteil hierbei ist, dass sich diese Möglichkeit selten findet. Du musst aktiv und teilweise lange auf die Suche gehen. Sinnvoll ist eine solche Regelung zudem nur, wenn der Züchter nicht allzu weit entfernt wohnt und ihr eine Regelung finden könnt, die für beide Seiten passt.
Lass dich nicht entmutigen und finde deinen Weg
Dein Nachbar könnte hin und wieder jemand zur Betreuung seines Hundes brauchen? Im Tierheim um die Ecke wird ein Gassigänger gesucht? Vom Blick auf eine Dogsharing App bis zum Nachfragen beim Tierarzt oder der nächsten Hundeschule gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie du Zeit mit Hunden verbringen kannst.
Die regionalen Unterschiede sind erheblich. Gib daher nicht gleich auf, wenn dein erster Versuch keinen sofortigen Erfolg bringt. Nutze zudem moderne Möglichkeiten, wie Apps, Foren, WhatsApp- und Facebook-Gruppen.
Flexibilität und Geduld zahlen sich in vielen Fällen aus.

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